Frauen stärken Demokratie - Eine Webinarreihe für Frauen 
Die Volkshochschulen laden Sie herzlich zu einer Webinarreihe für Frauen ein! Unter dem Titel „Frauen stärken Demokratie“ diskutieren wir, wie Frauen die demokratische Entwicklung unserer Gesellschaft prägen und welche Herausforderungen und Chancen sich ihnen heute bieten. 
Die Webinare werden kostenfrei angeboten, da die Kosten durch Fördermittel des Landes Rheinland-Pfalz zur Gleichstellung von Mann und Frau übernommen werden. 
Diese bieten Ihnen wertvolle Einblicke und die Möglichkeit, mit Expertinnen und anderen Teilnehmerinnen ins Gespräch zu kommen zu folgenden Themen: 

 

Rückschritt oder Aufbruch? Gleichberechtigung als Seismograph der Demokratie 
Termin: Dienstag, 15.09.2026, 20:00 – 21:30 Uhr 
Referent*in: Dr. Margarete Menz, PH Schwäbisch Gmünd, Buchautorin 


Inhalt: 
Wie steht es heute um die Gleichberechtigung – in Deutschland und weltweit? In vielen Ländern wird ein deutlicher politischer Rückschritt sichtbar, sicher geglaubte Errungenschaften und gleiche Rechte werden abgebaut. War es das mit der Gleichberechtigung? Oder entstehen neue Bewegungen, die demokratische Teilhabe und gleiche Rechte stärken? Und warum eignet sich gerade die Gleichberechtigung als verlässlicher Seismograph, um die Entwicklung einer Demokratie zu verstehen? 
In ihrem Vortrag führt Dr. Margarete Menz anschaulich durch aktuelle globale Trends und ordnet sie in den deutschen Kontext ein. Dabei greift sie zentrale Erkenntnisse aus ihrem Buch „Gleichberechtigung in Deutschland“ auf: Wo stehen wir heute? Welche Gefährdungen müssen wir ernst nehmen? Und welche positiven Impulse machen Hoffnung? 

 

Demokratie braucht Frauen - Zwei Politikerinnen im Dialog 
Termin: Dienstag, 20.10.2026, 20:00 – 21:30 Uhr
Referent*innen: Jeanette Rott-Otte (SPD) und Michaela Schneider-Wettstein (Volt) 


Inhalt: 
Warum ist es so wichtig, dass Frauen in der Politik sichtbar und aktiv sind und Ämter bekleiden? Was hat zwei Politikerinnen motiviert, politisch aktiv zu werden? Auf welche Hindernisse sind sie als Frauen in der Politik gestoßen und wie haben sie diese überwunden? Hat sich für Frauen in den letzten Jahren etwas verbessert, oder hat sich auch etwas verschlechtert? Diese Fragen stellen wir Jeanette Rott-Otte von der SPD und Michaela Schneider-Wettstein von Volt. Jeanette Rott-Otte wurde 1991 die erste Staatsministerin für die Gleichstellung von Frau und Mann in Rheinland-Pfalz. Aus der Perspektive einer ehemaligen Berufspolitikerin und immer noch poli-tisch aktiven Frau blickt sie auf die Entwicklungen der vergangenen Jahrzehnte zurück. Michaela Schneider-Wettstein engagiert sich seit Juni 2024 aktiv bei Volt. 2025 kandidierte sie als einzige Frau für das Amt der Oberbürgermeisterin von Ludwigshafen. Für die Landtagswahl Rheinland-Pfalz 2026 trat sie für ihre Partei auf Listenplatz 5 an.  

 

Wer bestimmt was weiblich ist? Debatte um Macht, Moral und Mutterschaft im Konservatismus 
Termin: Dienstag, 17.11.2026, 20:00 – 21:30 Uhr
Referent*in: Dr. Vera Lanzen, Frauenbeauftragte des Landkreises Alzey-Worms 


Inhalt: 
Seit den 2010er Jahren ist das Phänomen der „Tradwives“ auf Social Media immer präsenter: Junge Frauen präsentieren sich bewusst im häuslichen Umfeld, beschäftigt mit Kindererziehung und Hausarbeit und inszenieren ein überwunden geglaubtes Bild von Weiblichkeit als unterwürfig, fürsorglich und aufs häusliche Umfeld bezogen. Ein Teil der Inszenierungen steht in Verbindung mit konservativen bis hin zu demokratiefeindlichen Strömungen oder werden von diesen aufgegriffen, hinter den meisten steht jedoch ein Geschäftsmodell, das auf eine möglichst starke Polarisierung mit vielen Klicks abzielt. Was macht den Reiz des Lebens als „Tradwife“ für junge Frauen aus? Welche gesellschaftlichen Probleme werden durch dieses Phänomen aufgegriffen und in welcher Verbindung steht es zu einem erstarkenden Konservatismus, der eine traditionelle Aufteilung der Geschlechterrollen propagiert? Diesen Fragen werden wir im Rahmen des Webinars nachgehen und ebenso Möglichkeiten für einen Austausch bieten. 

 

Frauen, Macht und Diskriminierung im Zeitalter der KI 
Termin: Dienstag, 01.12.2026, 20:00 – 21:30 Uhr
Referent*in: Katharina Mosene, Politikwissenschaftlerin, Gründungsmitglied von netzforma* e.V. – Verein für feministische Netzpolitik. 


Inhalt: 
Künstliche Intelligenz wird häufig als neutrale Zukunftstechnologie inszeniert – tatsächlich jedoch spiegelt und verstärkt sie gesellschaftliche Ungleichheiten. Der Vortrag zeigt auf, wie algorithmische Systeme Diskriminierung entlang von Geschlecht, Herkunft, Klasse und weiteren sozialen Kategorien reproduzieren und legitimieren. Anhand aktueller Beispiele aus generativer KI, automatisierten Entscheidungssystemen und digitaler Gewalt wird deutlich, dass es sich dabei nicht um technische Fehlfunktionen, sondern um strukturelle Machtprobleme handelt. Ziel ist es, ein reflektiertes Verständnis zu fördern und konkrete Ansatzpunkte aufzuzeigen, um Diskriminierung durch KI sichtbar zu machen und ihr wirksam zu begegnen. 
Jetzt anmelden und gemeinsam die Demokratie stärken! 
Die Teilnahme ist kostenlos. Bitte melden Sie sich bei Ihrer örtlichen Volkshochschule an. Eine Anmeldung nur zu einzelnen Terminen ist auch möglich. Geben Sie bei der Anmeldung bitte unbedingt eine Emailadresse an. Sie erhalten die Zugangsdaten zu dem Online-Seminarraum rechtzeitig vor dem Webinar von Ihrer Volkshochschule.